Kirche in Litauen
Katholische Kirche Litauens und das Bistum Kaišiadorys

Etwa 2,8 Millionen Menschen, knapp 80 Prozent der litauischen Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen Kirche. In der Zeit des Kommunismus spielte die Kirche eine wichtige Rolle in der Stützung der nationalen Identität der litauischen Bevölkerung.

Zu den großen Herausforderungen der Kirche Litauens heute, zählt die Auseinandersetzung mit der Konsummentalität und der Orientierungslosigkeit genauso, wie die soziale Frage.

Das Bistum Kaisiadorys wurde 1926 gegründet und wurde von 1992 bis von Bischof Juozaopas Matulaitis, vielen Twistringern aus Besuchen bekannt, geleitet.

Das Bistum Kaisiadorys hat etwa  180tausend Einwohner, davon bekennen sich etwa 160tausend Menschen zum römisch-katholischen Glauben. Das Bistum ist 6557 km² groß, zu dem die Dekanate Alytus, Elektrenai, Kaisiadorys, Merkine, Moletai, Stakliskes und Sirvintos gehören. In den 68 Gemeinden des Bistums sind zurzeit 60 Priester tätig. 

 

Kirchliche Minderheiten in Litauen
Zu den kirchlichen Minderheiten in Litauen gehören die russisch-orthodoxe Kirche, die evangelische-lutherische Kirche und einige Freikirchen. Die jüdische Glaubensgemeinschaft, die einst prägend in Litauen war, wurde durch den Judenmord sehr stark dezimiert.

Verklärungskathedrale Kaišiadorys

Die Christuskathedrale in der litauischen Stadt Kaisiadorys ist die katholische Bischofskirche des Bistums Kaisiadorys. Mit der Gründung des Bistums 1926 wurde auch die Christuskirche in den Rang einer Kathedrale erhoben.

Die rote, der Neogotik verpflichtete Backsteinkirche, wurde 1931 fertiggestellt und 1936 geweiht. Die sechs Altäre, die Kanzel, das Holzgestühl, die neobarocken Beichtstühle, das Chorgestühl und die Kathreda wurde zwischen 1928 und 1933 in die Kirche eingebaut.

Im Glockenturm hängen drei Glocken. Die älteste, eine Eisenglocke von 1665 wird zwar nicht mehr betätigt, dient jedoch als Monument nationaler Bedeutung.

Da bis zum Ende der Sowjetzeit 1990 Hochmessen verboten waren, konnte die katholische Kirche besonders in Kaišiadorys erst nach der Litauischen Unabhängigkeit wieder an Einfluss gewinnen.

Quelle: WIKIPEDIA